10 Thesen zu NEW WORK


These 1: 

New Work braucht Verbundenheit und Gemeinschaft

In Zeiten flexibler Arbeitsstrukturen ist es Aufgabe der Unternehmen, eine Umgebung zu schaffen, in der die Mitarbeiter sich zutiefst verbunden fühlen. Die Ängste der Mitarbeiter vor den Veränderungen der Arbeitswelt sind auch deshalb so groß, weil Sie den Verlust der Gemeinschaft und des Gemeinsinns fürchten.

These 2:

New Work braucht eine neue Arbeits- und Lernkultur

Wer bereichsübergreifend in agilen Teams arbeitet, darf mit seinem Fachwissen nicht in Silos verhaftet bleiben. Dazu bedarf es einer Lernumgebung, die Wissen jederzeit und an jedem Ort zur Verfügung stellt. Und es bedarf einer Arbeitskultur, die den Austausch mit Experten und Quereinsteigern, mit Jung und Alt auf Augenhöhe ermöglicht.

These 3:

New Work gelingt nur mit Ruhe und Konzentration

Mitarbeiter, die ständig ansprechbar sind, in agilen Teams arbeiten und auf verschiedenen Kanälen mit anderen Mitarbeitern zusammenarbeiten, brauchen mehr Raum für Ruhe und Konzentration. Zeit zum Nachdenken und Reflektieren ist ein wesentlicher Baustein für das Gelingen von Projekten. Es ist Aufgabe der Führungskräfte, diese Resourcen an Zeit und Raum zur Verfügung zu stellen.

These 4:

New Work bedingt echtes Vertrauen in die Mitarbeiter

Vertrauen in die Mitarbeiter ist eine der wichtigsten Voraussetzungen zum Gelingen von New Work. Ein Beispiel: Ein neuer Mitarbeiter wird eingestellt, weil man darauf vertraut, dass er das Unternehmen nach vorne bringen wird. Demselben Mitarbeiter traut man jedoch nicht zu, seine Reisekosten effizient zu planen und eigenständig zu verwalten.

These 5:

New Work betrifft in Zukunft nahezu jeden Arbeitsplatz

Derzeit findet das Thema überwiegend in Konzernen und bei Start-Ups statt. Und eher in kaufmännischen als in gewerblichen Bereichen. Es wird aber, bedingt durch neue Technologien sowie eine neue Generation von Mitarbeitern, in Zukunft für alle Branchen und Unternehmen relevant sein.

These 6:

New Work ist ein Wettbewerbsvorteil auf dem Markt der Talente

New Work ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil bei der Rekrutierung neuer Mitarbeiter. Erfahrungen zeigen: Wer einmal in einer New Work Organisation gearbeitet hat, möchte nicht mehr zurück in eine Organisation mit traditionellen Strukturen wechseln. Die leichtere Integration von Quereinsteigern ist zudem einer der großen Vorteile gegen den Fachkräftemangel vieler Wirtschaftszweige.

These 7:

Mit New Work werden Führungskräfte zu Dienstleistern der Teams

Führungskräfte verlieren Macht und Kontrolle. Sie werden Dienstleister der Teams. Sie unterstützen die Mitarbeiter bei der Erreichung der Projektziele. Sie stellen ihr Know-How und ihr Netzwerk zur Verfügung. Veränderungsprozesse werden nicht im Hau-Ruck Verfahren angeordnet und umgesetzt, sondern Schritt für Schritt getestet, reflektiert und verbessert.

These 8:

New Work erfordert mehr Selbstbewusstsein für die eigenen Talente

Auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft werden Fähigkeiten gehandelt und nicht nur Fachkenntnisse. Auf den Jobportalen finden sich jetzt schon über 60% Stellenbeschreibungen von Berufen, die es vor 25 Jahren noch nicht gab. Um sich darauf zu bewerben, ist das Selbstbewusstsein für die eigenen Talente wichtig. Das gilt auch für die aktive Einbringung in agile Teams.

These 9:

New Work erfordert ein hohes Maß an Selbstdisziplin

New Work bedeutet selbstbestimmtes Arbeiten. Es wird in Zukunft mehr Projektaufträge als Festanstellungen geben. Das erhöht den Druck auf die Mitarbeiter. Sie müssen lernen, selbständig mit der Arbeit anzufangen, aber auch aufzuhören. Dazu gehört auch eine Eigenverantwortung für die Erholungs- und Regenerationsphasen, damit New Work nicht auf Dauer krank macht.

These 10:

New Work ist eine Haltung, keine Trend-Tool-Box

New Work ist ein Kulturprozess, der eine komplette Mannschaft durchdringen wird. Dabei wird die Treppe von oben gekehrt, wie Prof. Dr. Herman Simon sagt. Es ist kein Management-Tool, mit dem man sich im Zeitgeist schmücken kann, sondern eine ganzheitliche Änderung der Haltung und Arbeitskultur.

 

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